Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Kultur und Bildung

27.11.2017 - Artikel

Stand: März 2018

Die Regierungsverantwortung für die Kulturpolitik liegt beim Kultursekretariat des Präsidialamts. Die Mitte 2014 angekündigte Aufwertung zu einem Ministerium ist noch immer nicht vollzogen worden.

Für Bildung und Erziehung zeichnet Bildungsminister Carlos Mauricio Canjura Linares verantwortlich. Präsident Salvador Sánchez Cerén, ehemals Grundschullehrer, hatte das Bildungsressort von 2009 bis 2012 in seiner damaligen Funktion als Vizepräsident "ehrenamtlich" (ad honorem) mit betreut.

Das salvadorianische Schul- und Universitätssystem bleibt im Vergleich mit anderen Ländern Lateinamerikas verbesserungsbedürftig.

Trotz gewisser Anstrengungen liegt El Salvador, insbesondere was die Grundschul- und Mittelstufenausbildung anbelangt, auf einem der im internationalen Vergleich hinteren Plätze. Die Regierung schafft neue Anreize zum Schulbesuch durch Verteilung von Schuluniformen, Schuhen, Unterrichtsmaterial und freier Schulspeisung. Entsprechende Kosten werden im Haushalt jedoch nur unzureichend abgebildet und so meist mit mehrmonatiger Verspätung beglichen. Auch die Haushaltszuweisungen an die Schulen erfolgen regelmäßig mit großer Verspätung. Das von Alba-Petroleos gesponserte Präsidentenprogramm "Ein Schüler – ein Computer" kommt, wenn auch schleppend,voran.

Das Bildungsbudget wurde aufgrund der Haushaltsengpässe gekürzt, entgegen des Versprechens des Präsidenten, den Bildungsansatz bis zum Ende seiner Amtszeit (2019) schrittweise von 3 auf 6% (UNICEF-Vorgabe) zu erhöhen. Starke Defizite gibt es durch die Unterfinanzierung im Bereich der schulischen Infrastruktur, vor allem im ländlichen Bereich, und bei der Lehrerbesoldung. Nach einer aktuellen Untersuchung sind 3.000 Schulen in den 262 Gemeinden des Landes reparaturbedürftig.

Die Alphabetisierung hat in El Salvador größere Fortschritte gemacht: 88 Prozent der Bevölkerung kann heute lesen und schreiben; vor 25 Jahren, zu Ende des Bürherkriegs, waren es erst 74 Prozent. 

Englisch dominiert als erste Fremdsprache.

Einige Privatuniversitäten haben in gewissen Fachbereichen ein international wettbewerbsfähiges Niveau erreicht. Jährlich werden im Rahmen des DAAD-Stipendienprogramms circa zwei hoch qualifizierte Doktoranden zu Forschungszwecken an deutsche Universitäten vermittelt.

Neben der Deutschen Schule San Salvador, von der jährlich circa 30-40 Abiturienten zum Studium nach Deutschland gehen, bieten die französische, britische und US-amerikanische Schule ein anerkannt hohes Niveau im Privatschulbereich.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Weitere Informationen

nach oben