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Beziehungen zu Deutschland

27.11.2017 - Artikel

Stand: Oktober 2018

Politik und Wirtschaft

Die bilateralen politischen Beziehungen sind traditionell gut und freundschaftlich. Deutschland und El Salvador verbindet eine langjährige Entwicklungszusammenarbeit; viele deutsche Geschäftsleute haben zum wirtschaftlichen Aufbau El Salvadors beigetragen. Darüber hinaus arbeiten beide Länder in internationalen und multilateralen Gremien zusammen. Deutschland zählt zu El Salvadors wichtigsten europäischen Handelspartnern und ist zugleich einer der größten Importeure salvadorianischen Kaffees.

Der deutsch-salvadorianischen Handelskammer gehören derzeit ca. 70 Unternehmen an. Im August 1994 gründeten die Deutschen Industrie- und Handelskammern der Region eine regionale deutsche IHK für Zentralamerika und die Karibik (ZAKK) mit Sitz in Guatemala. Im Dezember 1997 wurde ein bilateraler Investitionsschutz- und Förderungsvertrag unterzeichnet, der am 15. April 2001 in Kraft trat.

Entwicklungszusammenarbeit

Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und El Salvador besteht seit einem halben Jahrhundert. Seit 2008 erfolgt sie hauptsächlich im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit mit dem Zentralamerikanischen Integrationssystem (SICA), das in El Salvador den Sitz seines Generalsekretariats hat, sowie im Rahmen der Förderung der Bank für Zentralamerikanische Wirtschaftsintegration (BCIE) mit Sitz in Honduras. El Salvador bleibt für die deutsche entwicklungspolitische Zusammenarbeit auch in der regionalen Zusammenarbeit ein wichtiger Partner in Zentralamerika.

Schwerpunkte der Kooperation sind die Bereiche Umwelt und Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Sicherheit, (Re-)Integration fluchtgefährdeter Kinder und Jugendlicher sowie Jugendgewaltprävention.

Das Volumen der Vorhaben, die direkt mit El Salvador vereinbart wurden, beträgt 257,6 Millionen Euro. Mit SICA wurden Vorhaben über 230 Millionen Euro und mit der BCIE über 690 Millionen Euro vereinbart.  

Die EU – an deren Entwicklungshaushalt Deutschland einen Anteil von über 20 Prozent hat – ist einer der größten Geber in El Salvador und Zentralamerika. Für den Zeitraum 2014–2020 veranschlagt die EU eine Förderung für El Salvador in Höhe von 149 Millionen Euro und für Regionalvorhaben in Zentralamerika in Höhe von 120 Millionen Euro.

Kultur

Die Kulturbeziehungen basieren auf einem bilateralen Kulturabkommen und sind rege. Die wichtigste Säule stellt die 1965 gegründete Deutsche Schule San Salvador (Auslandsschule mit verstärktem Deutschunterricht) mit derzeit etwa 1000 Schülern dar. Sie genießt großes Ansehen und ist als „Exzellenz-Schule“ anerkannt. Die Schule verfügt über die Berechtigung zur Abnahme des Gemischtsprachigen Internationalen Baccalaureats (GIB).

Deutsch als Fremdsprache spielt in El Salvador eine nur begrenzte Rolle. Die vom Goethe-Institut geförderten Sprachkurse des Trägervereins der Deutschen Schule haben dennoch guten Zulauf.

Das unabhängige deutsch-salvadorianische Kulturforum organisiert ehrenamtlich Ausstellungen, Konzerte und Kulturveranstaltungen, oft mit Unterstützung der Botschaft und des Goethe-Instituts. Deutschland beteiligt sich zudem regelmäßig an verschiedenen Kulturfestivals im Lande und fördert im Rahmen des Möglichen Projekte zum Kulturerhalt.

Das auf einen deutschen Gründer zurückgehende Nationale Symphonieorchester El Salvadors bietet ein breites Repertoire deutscher Musik.

Ein weiterer Schwerpunkt der kulturellen Arbeit ist die Förderung und Umsetzung des Stipendienangebots des DAAD, das auf großes Interesse stößt.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

El Salvador ist ein Schwerpunktpartnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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